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Entsäuerung - wie Sie Ihren Körper wieder ins Gleichgewicht bringen

Entsäuerung vs. Entgiftung - der Unterschied

Eine ungesunde Lebensweise, der übermäßige Verzehr stark verarbeiteter Produkte und die Einnahme von Genussmitteln führen zu einer Anhäufung von Giftstoffen in unserem Körper, die die Gesundheit schwächen und sich negativ auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken. Der Weg, unnötige Stoffwechselprodukte loszuwerden, ist eine regelmäßige Körperreinigung, die mindestens einmal im Jahr durchgeführt werden sollte. Wie reinigt man seinen Körper von Giftstoffen und Schlacken?

Wenn wir von Entschlackung reden, meinen wir eigentlich die Entsäuerung, d.h. wir befreien unseren Körper von Säuren. Wie diese entstehen und was sie in unserem Körper machen, lesen Sie hier.

 

Eine Entgiftung dagegen ist die Ausleitung vonGiftstoffe aus dem Körper. Es handelt sich um einen Prozess, bei dem Giftstoffe und unnötige Stoffwechselprodukte aus dem Körper entfernt werden, die dafür sorgen, dass wir uns schwer und müde fühlen und unter anderem auch mit unangenehmen Verdauungsstörungen (Blähungen, Blähungen, unregelmäßiger Stuhlgang) zu kämpfen haben.

Was sind Schlacken?

Schlacken sind Ablagerungen im ganzen Körper, die sich auf Grund ungesunder Ernährung und schlechte Lebensweise bilden. Jeden Tag kommen neue unverdaute Teilchen hinzu, die sich z.Bsp. im Darm, im Bindegewebe (Orangenhaut) oder am Rand der Blutgefäße absetzten.

 

Bei der Verstoffwechslung einer überwiegend säurebildenden Ernährungsweisen entstehen im Körper Säuren. Diese körpereigenen Stoffwechselprodukte müssen neutralisiert werden. Durch jahrelange schlechte Ernährungsgewohnheiten schafft es der Körper irgendwann nicht mehr, diese Säuren zu neutralisieren.

 

Stellen Sie sich Ihre Wohnung oder Ihr Haus vor. Wie fühlen Sie sich da am wohlsten? Sicher wenn es aufgeräumt und sauber ist.

Kein Mülleimer der überläuft, Geschirr ist abgewaschen, Staub ist gewischt, die Böden gesaugt, Bad und WC sind sauber, Fenster geputzt, Betten frisch bezogen.

 

Wie würden Sie sich fühlen, wenn dies alles nicht mehr regelmäßig macht wird?

Der Mülleimer quillt über, dreckiges Geschirr mit verschimmelten Essensresten stapelt sich in der Küche, die Fußböden sind dreckig und aus den Fenstern können Sie auch nicht mehr schauen...  Es wird Zeit für einen Hausputz!

 

So, nun versetzten Sie sich in Ihren Körper, in dem der Müll von Jahren liegt und nicht entsorgt wurde bzw nicht mehr entsorgt werden konnte.

Genau! Es wird Zeit für eine ENTSCHLACKUNG!

 

Sie werden staunen, wie gut und wohl Sie sich danach fühlen.

Die Entsäuerung bzw. Entschlackung

 Eine umfassende Entschlackung oder Entsäuerung entsorgt, gob gesagt, allen Müll aus dem Körper. Dieser Prozess wird folgende Beschwerden beseitigen:

  • Schlaflosigkeit
  • Verdauungsstörungen
  • chronische Kopfschmerzen
  • Allergien
  • schlechte Haut, Haare und Nägel
  • chronische Müdigkeit
  • Reizbarkeit

Ihr Körper findet wieder zurück zu Vitalität, Leistungsfähigkeit und Lebenskraft

Durchführung der Entsäuerung

Denken Sie daran, Ihren Arzt zu konsultieren, bevor Sie mit einer Entgiftung beginnen!

 

Die beste Methode, um den Körper von Giftstoffen zu befreien, ist eine basenüberschüssige Ernährung sowie ein hochwertiges Entsäuerungsprogramm, welches mindestens 3 Monate dauern sollt. Dazu gehört die

  • extrazelluläre Entsäuerung
  • intrazellulären Entsäuerung
  • Zuführung organischer Mineralstoffkomplexe
  • Bitterstoffe

Die basenüberschüssige Ernährung

Eine basenüberschüssige Ernährung ist wichtig, um die Säureflut zu stoppen, die Schlacken im Körper zu lösen und die Mineralstoffdepots wieder aufzufüllen.

 

Die basenüberschüssige Ernährung sollte zu 80% aus basenbildenden und zu 20% aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen. Diese Ernährung sollte auch NACH dem Entsäuerungsprogramm beibehalten werden. Nur so wird gewährleistet, das Ihr Körper gesund und Ihr Immunsystem gestärkt bleibt.

 

Bei der basenüberschüssen Ernährung werden die Lebensmittel unterschieden in:

  • basenbildende Lebensmittel
  • gute Säurebildner
  • schlechte Säurebildner

Fast alle Gemüsesorten, Kartoffeln, reife Früchte, Mandeln, Sprossen, Gewürze und Kräuter sind basenbildend. Zu den schlechten Säurebildnern gehören z.Bsp. tierische Produkte, wie Wurst oder Käse, Alkohol, Kaffe, Softdrinks, Zucker, Sojaprodukte....

 

Eine Tabelle mit basenbildenden Lebensmitteln und Säurebildnern finden Sie hier.

 

Ganz wichtig für die basenüberschüssig Ernährung sind Bitterstoffe. Sie unterstützen die Entsäuerung, da sie das Ausleiten von Säuren sowie die Verdauung und den Stoffwechsel beschleunigen.

Bitterstoffe werden kurz vor der Mahlzeit eingenommen, entweder als Tee oder durch entsprechende Präparate


Bittere Kräuter

  • Löwenzahn
  • Schafgarbe
  • Kardamom
  • Galgant
  • Engelswurz
  • Johanniskraut
  • Wermut
  • Distel
  • Brennnessel
  • Salbei

Bitteres Gemüse und Gewürze

  • Ackersenf
  • Artischocken
  • Zichorie
  • Rettich
  • Rucola
  • Rosenkohl
  • Muskatnuss
  • Ackersenf
  • Ackerbohne

Präparate


Die Zufuhr von Flüssigkeit während der Entsäuerungskur ist ebenfalls wichtig. Dabei sollten Sie täglich 2,5l reines, gefiltertes kohlsäurefreies Wasser trinken. Diese Menge wird benötigt, um die gelösten Säuren schnell zu entsorgen.

 

Sehr empfehlenswert sind ein bis zwei Tassen basischer Tee zusätzlich am Morgen und Abend.

 

Basische Mineral- und Vitalstoffe

Der Körper sollte zusätzlich mit basischen Mineralstoffen versorgt werden. Sie neutralisieren die eintreffenden Säuren und füllen geplünderte Mineralstoffdepots wieder auf.

 

Am besten eignen sich hochwertige ganzheitliche Nahrungsergänzungsmittel, die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitalstoffe im natürlichen Verbund liefern.

Basische Körperpflege

Der Zweck der basischen Körperfplege ist es, die Haut von allen Arten von Säuren oder Toxinen zu reinigen. Das macht sie schön und strahlend. Interessanterweise betrifft diese Art der Pflege den gesamten Körper und nicht nur ausgewählte Teile.

Die Hauptaufgabe der basischen Körperpflege ist ihre Wirkung auf den pH-Wert der menschlichen Haut. Viele Faktoren, wie Umwwelt oder herkömmliche Pflegeprodukte, führen dazu, dass die Haut einen sehr niedrigen pH-Wert von 4-6 annimmt, der als sauer eingestuft wird. In diesem Fall ist der Schutz der Haut deutlich reduziert.

 

Mit basischer Pflege kann der natürliche pH-Wert wiederhergestellt werden, der im Bereich von 8-8,5 liegen sollte. Basenbäder geben dem Körper außerdem die Möglichkeit, besonders viel Säuren über die Haut auszuleiten. Auch Fussbäder sind sehr empfehlenswert, da der Körper über Fusssohlen sehr gut entsäuern kann.

 

Während der Entsäuerungskur sollten Basenbäder 2-3x wöchentlich durchgeführt werden. Danach reicht einmal wöchentliche aus.

Da es erst nach 30min zu einer Säureausscheidung kommt, sollte ein Vollbad mindestens 45-60min dauern.

 

Zur Körperpflege gehören auch Bürstenmassagen. Sie werden mit einer speziellen, weichen Massagebürste auf trockener Haut ausgeführt. Die

Massagen aktivieren den Lymphfluss und fördern die Ausleitung von Säuren und Toxinen.

 

Wenn Sie für Basenbäder keine Zeit oder Möglichkeit haben, können Sie auch Basenstrümpfe verwenden.

Sie werden in eine Basenlösung getaucht und über Nacht angezogen. So kann der Körper im Schlaf entsäuern.

Bewegung und Sauna

Dabei geht es nicht um hartes körperliches Training, bei dem Sie viele tausend Kalorien verlieren, sondern um Bewegung, die Ihren Körper bei der Entsäuerung unterstützt.

 

Natürlich ist auch hier die Regelmäßigkeit wichtig. Jeden Tag 30 Minuten gemässigter Sport bringt Sie in Schwung und die Säuren und Toxine aus Ihrem Körper. Durch flotte Spaziergänge wird die Lunge gestärkt und so die Entsäuerung über die Lunge gefördert.

 

Gehen Sie in die Sauna, denn schwitzen fördert die Säurausleitung über die Haut. 

Was Sie zusätzlich noch machen können

Bewusste Atmung

Die Atmung ist für uns natürlich, sie ist Teil des täglichen Prozesses. Bewusstes Atmen hilft, Stress zu bewältigen und innere Ruhe zu finden.

Bewusste Atmung wird von den meisten Menschen unterschätzt bzw. wissen die Wenigsten, was bewusste Atmung ist.

 

Tiefes, bewusstes Atmen erfüllt uns mit Frieden und ermöglicht es uns, unser inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Das Training des bewussten Atmens wirkt sich auf unsere körperliche und geistige Gesundheit aus:

  • es kann Verspannungen lösen
  • unseren Herzschlag senken 
  • die Reaktionen unseres Körpers beruhigen
  • Säureausleitung durch das Ausatmen

Nehmen Sie sich täglich einige Minuten für die bewusste Atmung Zeit.

Sie werden beobachten, dass die tiefe Atmung vier Phasen hat:

 

Einatmen - Pause - Ausatmen - Pause

 

Jede Phase ist von großer Bedeutung.

 

Sie können überall an der Atembewusstheit arbeiten:

  • bei der Arbeit
  • zu Hause
  • im Bus 
  • bei einem Spaziergang

Legen Sie einfach Ihre Hand auf den Bauch und atmen Sie mit dem Zwerchfell aus, atmen Sie tief ein und lassen Sie den Atem langsam Ihre Lungen bis zum Rand füllen.

Überprüfen Sie Ihren Erfolg

Den Entsäuerungserfolg können Sie mit Hilfe von pH-Teststreifen überprüfen. Der pH-Wert schiebt sich innerhalb von Tagen oder Wochen in den gesunden Bereich. Nach anfänglichen täglichen Messungen reicht später 1 Messung im Monat aus.

 

Ihr Wohlbefinden wird aber sehr viel schneller steigen, als der pH-Wert.

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